Der Phantombesitz der Forstwirte

Der Bürger­ent­scheid für einen Natio­nal­park Eggege­birge ging im Juni 2024 in den beiden Kreisen Pader­born und Höxter für die Freunde der Wildnis verloren (mit 45:55 in Pader­born und 34:66 in Höxter). Ein Blick auf die Einzel­er­geb­nisse der Kommunen und eine philo­so­phi­sche Nachbe­trach­tung mit Hilfe der Katego­rien “Bleibe­frei­heit” und “Phantom­be­sitz” der Philo­so­phin Eva von Redecker.

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Dumm oder böse? Faschismusbegriffe im Positivismusstreit

In Facebook begeg­nete mir im Juni 2024 ein Zitat des briti­schen Mathe­ma­ti­kers und Philo­so­phen Bertrand Russell, der 1940 auf die Frage, wie Faschismus beginne, geant­wortet hat: „First, they fasci­nate the fools. Then they muzzle the intel­li­gent.“ (Zuerst faszi­nieren sie die Dummköpfe. Dann bringen sie die Intel­li­genten zum Schweigen.) Ich antwor­tete per Kommentar: „Russell irrte in diesem Punkt. Faschisten und Demokra­tinnen unter­scheiden sich nicht entlang von Dummheit und Intel­li­genz, sondern entlang von destruk­tivem und lebens­freund­li­chem Charakter. Faschismus ist ein Charakter­fehler. Auf Basis eines lebens­feind­li­chen Charak­ters kann es durchaus schlau sein, Faschistin zu werden. Das sagte Erich Fromm, dem ich hier folge.“
Zwei Tage zuvor hatte ich den Wikipedia-Artikel »Wissen­schafts­kritik« gelesen und bearbeitet, war dabei auf das Thema Positi­vis­mus­streit gekommen. Meine These ist, dass die beiden philo­so­phi­schen Positionen im Positi­vis­mustreit der 1960er Jahre mit den Positionen “dumme Faschisten” vs. “böse Faschisten” parallel laufen.

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