Um die Ohren fliegen uns Trump und Le Pen, Musk und Weidel, Trump und Putin, Öltanker und Marsraketen. Zum Jahresende 2025 mache ich einen Vorschlag dafür, wie das alles zusammenhängen könnte. Inklusive Ausweg.
Der destruktive Komplex weiterlesenSchlagwort: Klima
Ungebremst in die ökologische Katastrophe
»Zeit«-Redakteur Bernd Ulrich, der sich wie kein zweiter dort mit der Klimakatastrophe und dem Artensterben auseinander gesetzt hat, verzweifelte Ende 2025. Er begründete im Dezember, warum der Satz „Die Menschheit hat beschlossen, ungebremst in die ökologische Katastrophe zu gehen“, der ihn jahrelang verfolgte und dem er jahrelang widersprochen habe, eben doch richtig sei.
Ungebremst in die ökologische Katastrophe weiterlesenDie direkte Diktatur des fossilen Imperiums in Usa
Der usamische Präsident Donald Dump the Chump Trump nahm gleich mit Beginn seiner zweiten Amtszeit mit mehreren Dekreten den offenen Kampf gegen den Klimaschutz und gegen erneuerbare Energiequellen auf, um den usamischen Öl- und Gaskonzernen die staatlich gestützte Monopolstellung zurückzugeben, die sie Jahrzehnte früher besessen hatte. Widerstand wurde und wird gewaltsam unterdrückt.
Die direkte Diktatur des fossilen Imperiums in Usa weiterlesenHochwasser hat es auch früher gegeben? 2024 gab es sie 16 Mal so häufig.
ARD-Meterologe Karsten Schwenke zerfetzte in seinem Jahresrückblick auf die Wetterextreme des Jahres 2024 die beliebte Ausrede der Betonköpfe und Suvisten und ihrer Parteien CDU/CSU und AfD: Ein Jahr der Hochwasserkatastrophen, eine der schlimmsten war in Valencia. Dort fielen 772 l Regen pro m²; das war dreimal so viel wie bei früheren Hochwasserereignissen. Das IST die Klimakatastrophe und nichts anderes. In Mitteleuropa gab es 2024 vier große Hochwässer. In den 1990er Jahren war es ca. eines in vier Jahren. Das ist der Unterschied zwischen Wetter und Klimakatastrophe: 16 Mal häufiger Überschwemmungen. Die Hitzerekorde steigen auch in Deutschland dramatisch schnell an, viel schneller als in den IPCC-Berichten prognostiziert. Ab 2040 müssen wir mit Sommertagen von 46 °C rechnen. Den berühmtem deutschen Wald hat es schon 2018–20 großflächig umgehauen. Um so größer die Gefahr von Überschwemmungen in den Tälern und Erdrutschen an den Hängen. Ich hoffe nur, dass die Hochwässer als erstes alle überschweren Suvs und Pick-ups versenken.
Foto Korff: Juli 2021 setzte die Inde die komplette Innenstadt von Eschweiler unter Wasser.
Wenn Antikapitalisten gegen Habeck und den Klimaschutz zu Felde ziehen
Der rötlich schillernde (und dem Autor persönlich bekannte) Kölner Investigativ-Journalist Werner Rügemer hat im Online-Magazin Manova (früher Rubikon) eine große Abrechnung mit dem „Klimaschutzfanatiker“ Robert Habeck und anderen angeblichen „Umwelt-Lügnern“ der Grünen veröffentlicht. Der Artikel strotzt vor irreführenden Halb- und Viertelwahrheiten; die wenigen wirklich bedenkenswerten Kritikpunkte, etwa beim Thema Grundwasser, decken Rügemers Stoßrichtung gegen Habeck und den Klimaschutz nicht. Das Ganze scheint von links zu kommen, reiht sich politisch aber ein in den konservativen Rollback, den die Energiewende-Expertin Claudia Kemfert schon 2017 so charakterisierte: „Das fossile Imperium schlägt zurück.”
Wenn Antikapitalisten gegen Habeck und den Klimaschutz zu Felde ziehen weiterlesenWir wissen es nicht? Doch, oft wissen wir genug, um eingreifen zu können
Pascal Vasselin und Franck Cuveillier stellten 2020 im Dokumentarfilm »La fabrique de l’ignorance« Forschungsergebnisse der Agnotologie vor, die die gezielte Produktion von Nichtwissen, die Vernebelung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch Industrielobbys und konservative Denkfabriken untersucht. In zahlreichen Interviews mit Psychologen, Wissenschaftshistorikern u.a. erleben wir die Kampagne der Chemiekonzerne gegen die Entomologie (Thema Neonikotinoide und Bienensterben), die Kampagne der Tabakindustrie gegen die Krebsforschung, die Kampagne von Physikern gegen die Klimaforschung (darunter den »Heidelberger Appell« von 1992), die Kampagne der Plastikindustrie und der Toxikologen gegen Epidemiologen nach, die die Wirkung von endokrinen Disruptoren wie dem Weichmacher Bisphenyl A erforscht haben.
Wir wissen es nicht? Doch, oft wissen wir genug, um eingreifen zu können weiterlesenDer konservative Katechismus des Technokraten Bolz
Der konservative Medienwissenschaftler Norbert Bolz agitierte in seinem Buch »Die Avantgarde der Angst« gegen die apokalyptische Religion der Klimaschützer. Der »Freitag« veranstaltete ein Streitgespräch zwischen Bolz und dem Politologen Albrecht von Lucke (3. 12. 2020). Der Fridays-for-Future-Bewegung, speziell Luisa Neubauer warf Bolz vor, als apokalyptische Sekte aufzutreten. Er selbst trat für die betonierte Religion der Naturbeherrschung ein.
Der konservative Katechismus des Technokraten Bolz weiterlesenFlughäfen sind Jobmaschinen? Von wegen!
Flughäfen – oder vielmehr Airports – sind die Marsfelder und Circi Maximi der Betonzeit; die kritische Leserin verzeihe mir den affektierten, aber korrekten lateinischen Plural von Circus Maximus. Während Wichtigtuer und Touristen auf dem Corso des Terminals Schau laufen, treten glitzernde Flugdrachen auf der endlos weiten Ebene der Start- und Landebahnen zu rituellen Turnieren an. Die Destinationen auf der großen Tafel beschwören, wie einst die Chöre altgriechischer Theater, die Vision herauf, als sei die gesamte bekannte und unbekannte Welt an diesem heiligen Ort gegenwärtig.
Was rede ich da? Flughäfen sind natürlich das Ergebnis der reinen ökonomischen Vernunft. Das behauptet jedenfalls der Kölner Verkehrswissenschaftler Herbert Baum in zahlreichen Gutachten, die immer wieder zitiert werden, um den weiteren Ausbau von Flughäfen zu rechtfertigen.
Flughäfen sind Jobmaschinen? Von wegen! weiterlesenÖko ist nur etwas für Reiche? Ganz im Gegenteil.
Treffen sich zwei Hummerfahrer an der Tankstelle. Sagt der eine: „Hast du schon gehört? Der Schulze hat seine Karre verkauft und fährt jetzt mit dem Fahrrad zur Arbeit.“ Sagt der andere: „Hat der im Lotto gewonnen?“ „Wieso?“ „Na, es heißt doch: Öko ist nur für Reiche.“
Öko ist nur etwas für Reiche? Ganz im Gegenteil. weiterlesenWer ist schuld am Billigfleisch?
Der Lemgoer Umweltschützer Willi Hennebrüder antwortete im Februar 2019 in einem Interview zum Tierwohl-Label auf die Frage: Dies würde aber den Preis für Fleisch erheblich erhöhen?
„Da sind wir beim entscheidenden Punkt. So lange Verbraucher Fleisch für sich selbst, aber auch für die lieben Hunde und Katzen möglichst billig einkaufen wollen, sind die Tierhalter als schwächstes Glied in der Kette gezwungen, sich dem Preiskampf zu stellen. Ein Tierwohllabel wird an dieser Situation kaum etwas ändern.“
Das ist die falsche Frontstellung, meines Erachtens. Es ist unlogisch, den Verbrauchern vorzuwerfen, dass sie auf niedrige Preise achten, und allen anderen Wirtschaftsakteuren nicht. Wer ist schuld am Billigfleisch? weiterlesen
