Wer ist schuld an kaputten Brücken?

Wie ein wütendes Kind, das ein Spiel­zeug verloren hat, jammert und schreit die Indus­trie- und Handels­kammer Bonn/Rhein-Sieg: „Katastrophe! Oh Staat, so hilf uns doch, die Wirtschaft geht unter.“ Denn die Bonner Nordbrücke ist kaputt und musste für den Verkehr gesperrt werden. Es mag viele Mitschul­dige am Zustand der Bonner Nordbrücke geben, aber unter ihnen ragt einer als Haupt­schul­diger heraus: Das sind die Indus­trie- und Handels­kam­mern (IHK).

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Der destruktive Komplex

Um die Ohren fliegen uns Trump und Le Pen, Musk und Weidel, Trump und Putin, Öltanker und Marsra­keten. Zum Jahres­ende 2025 mache ich einen Vorschlag dafür, wie das alles zusam­men­hängen könnte. Inklu­sive Ausweg.

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Ungebremst in die ökologische Katastrophe

»Zeit«-Redakteur Bernd Ulrich, der sich wie kein zweiter dort mit der Klima­ka­ta­strophe und dem Arten­sterben ausein­ander gesetzt hat, verzwei­felte Ende 2025. Er begrün­dete im Dezember, warum der Satz „Die Mensch­heit hat beschlossen, ungebremst in die ökolo­gi­sche Katastrophe zu gehen“, der ihn jahre­lang verfolgte und dem er jahre­lang wider­spro­chen habe, eben doch richtig sei.

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Die direkte Diktatur des fossilen Imperiums in Usa

Der usami­sche Präsi­dent Donald Dump the Chump Trump nahm gleich mit Beginn seiner zweiten Amtszeit mit mehreren Dekreten den offenen Kampf gegen den Klima­schutz und gegen erneu­er­bare Energie­quellen auf, um den usami­schen Öl- und Gaskon­zernen die staat­lich gestützte Monopol­stel­lung zurück­zu­geben, die sie Jahrzehnte früher besessen hatte. Wider­stand wurde und wird gewaltsam unter­drückt.

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Der deutsche Autohandel im Niedergang?

Angeb­lich befand sich die deutsche Wirtschaft Ende 2025 im Nieder­gang. Woran lag‘s?

Eine Antwort finde ich in einem Bericht in der »Neuen Westfä­li­schen« über die Krise des Autohan­dels in Ostwest­falen.[1] Drama­tisch ist sie nicht, aber peu à peu machen kleinere Autohändler dicht. Die Autohänd­lerin Birgit Schnieder aus Herford nannte u. a. zwei Gründe:

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Deutscher Abgas- und Güllefaschismus

Ab 1933 verwen­deten die sowje­ti­schen und europäi­schen Kommu­nisten, soweit sie der Linie der Kommu­nis­ti­schen Inter­na­tio­nale (KI) folgten, eine Defini­tion des Faschismus, die dem bulga­ri­schen Kommu­nisten und KI-Chef Georgi Dimitrov zugeschrieben wird: „Faschismus ist die offen terro­ris­ti­sche Diktatur der am meisten reaktio­nären, am meisten chauvi­nis­ti­schen, am meisten imperia­lis­ti­schen Teile des Finanz­ka­pi­tals.“ Später, vor allem nach 1990, galt diese Defini­tion oft als Muster­bei­spiel für eine grob-ideolo­gi­sche Verein­fa­chung und Verzer­rung der Realität.

Derweil lese ich einen Brief von Jürgen Resch, Geschäfts­führer der Deutschen Umwelt­hilfe.[1] Resch berichtet darin, dass sich im Facebook-Forum »Stoppt die Deutsche Umwelt­hilfe« seit 2019 rund 50.000 Personen regel­mäßig zur Hetzjagd auf Resch und auf die DUH verab­reden. Sie ermun­tern dort einander mit Sprüchen wie „Resch kann weg. Braucht kein Mensch“, „Jetzt ist das Volk dran, um diese Korrupten zur Strecke zu bringen“ oder „Wo ist ein Sniper, wenn man mal einen braucht“. Gegründet wurde die Platt­form nach Reschs Angaben von einem führenden Manager der deutschen Autoin­dus­trie, der sie weiterhin als Adminis­trator organi­siert.

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Hochwasser hat es auch früher gegeben? 2024 gab es sie 16 Mal so häufig.

ARD-Metero­loge Karsten Schwenke zerfetzte in seinem Jahres­rück­blick auf die Wetter­ex­treme des Jahres 2024 die beliebte Ausrede der Beton­köpfe und Suvisten und ihrer Parteien CDU/​CSU und AfD: Ein Jahr der Hochwas­ser­ka­ta­stro­phen, eine der schlimmsten war in Valencia. Dort fielen 772 l Regen pro m²; das war dreimal so viel wie bei früheren Hochwas­ser­er­eig­nissen. Das IST die Klima­ka­ta­strophe und nichts anderes. In Mittel­eu­ropa gab es 2024 vier große Hochwässer. In den 1990er Jahren war es ca. eines in vier Jahren. Das ist der Unter­schied zwischen Wetter und Klima­ka­ta­strophe: 16 Mal häufiger Überschwem­mungen. Die Hitze­re­korde steigen auch in Deutsch­land drama­tisch schnell an, viel schneller als in den IPCC-Berichten prognos­ti­ziert. Ab 2040 müssen wir mit Sommer­tagen von 46 °C rechnen. Den berühmtem deutschen Wald hat es schon 2018–20 großflä­chig umgehauen. Um so größer die Gefahr von Überschwem­mungen in den Tälern und Erdrut­schen an den Hängen. Ich hoffe nur, dass die Hochwässer als erstes alle überschweren Suvs und Pick-ups versenken.

Foto Korff: Juli 2021 setzte die Inde die komplette Innen­stadt von Eschweiler unter Wasser.

Der Phantombesitz der Forstwirte

Der Bürger­ent­scheid für einen Natio­nal­park Eggege­birge ging im Juni 2024 in den beiden Kreisen Pader­born und Höxter für die Freunde der Wildnis verloren (mit 45:55 in Pader­born und 34:66 in Höxter). Ein Blick auf die Einzel­er­geb­nisse der Kommunen und eine philo­so­phi­sche Nachbe­trach­tung mit Hilfe der Katego­rien “Bleibe­frei­heit” und “Phantom­be­sitz” der Philo­so­phin Eva von Redecker.

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Die Wildnis und das Konservative

In der Kontro­verse um einen Natio­nal­park Eggege­birge äußerten ostwest­fä­li­sche Natur­schüt­ze­rinnen und ‑schützer im Mai 2024 die Hoffnung, konser­va­tive Wähle­rinnen und Wähler von ihrer Gegner­schaft zum Natio­nal­park abbringen zu können. Warum diese Hoffnung wahrschein­lich verschwendet ist und die Anhänger der Wildnis in die Irre führt, will ich hier ausführen.

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Wenn Antikapitalisten gegen Habeck und den Klimaschutz zu Felde ziehen

Der rötlich schil­lernde (und dem Autor persön­lich bekannte) Kölner Inves­ti­gativ-Journa­list Werner Rügemer hat im Online-Magazin Manova (früher Rubikon) eine große Abrech­nung mit dem „Klima­schutz­fanatiker“ Robert Habeck und anderen angeb­li­chen „Umwelt-Lügnern“ der Grünen veröf­fent­licht. Der Artikel strotzt vor irre­führenden Halb- und Viertel­wahr­heiten; die wenigen wirklich bedenkens­werten Kritik­punkte, etwa beim Thema Grund­wasser, decken Rügemers Stoß­richtung gegen Habeck und den Klima­schutz nicht. Das Ganze scheint von links zu kommen, reiht sich politisch aber ein in den konser­va­tiven Rollback, den die Energie­­wende-Expertin Claudia Kemfert schon 2017 so charak­te­ri­sierte: „Das fossile Imperium schlägt zurück.”

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