Der destruktive Komplex

Um die Ohren fliegen uns Trump und Le Pen, Musk und Weidel, Trump und Putin, Öltanker und Marsra­keten. Zum Jahres­ende 2025 mache ich einen Vorschlag dafür, wie das alles zusam­men­hängen könnte. Inklu­sive Ausweg.

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Die direkte Diktatur des fossilen Imperiums in Usa

Der usami­sche Präsi­dent Donald Dump the Chump Trump nahm gleich mit Beginn seiner zweiten Amtszeit mit mehreren Dekreten den offenen Kampf gegen den Klima­schutz und gegen erneu­er­bare Energie­quellen auf, um den usami­schen Öl- und Gaskon­zernen die staat­lich gestützte Monopol­stel­lung zurück­zu­geben, die sie Jahrzehnte früher besessen hatte. Wider­stand wurde und wird gewaltsam unter­drückt.

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Der deutsche Autohandel im Niedergang?

Angeb­lich befand sich die deutsche Wirtschaft Ende 2025 im Nieder­gang. Woran lag‘s?

Eine Antwort finde ich in einem Bericht in der »Neuen Westfä­li­schen« über die Krise des Autohan­dels in Ostwest­falen.[1] Drama­tisch ist sie nicht, aber peu à peu machen kleinere Autohändler dicht. Die Autohänd­lerin Birgit Schnieder aus Herford nannte u. a. zwei Gründe:

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Deutscher Abgas- und Güllefaschismus

Ab 1933 verwen­deten die sowje­ti­schen und europäi­schen Kommu­nisten, soweit sie der Linie der Kommu­nis­ti­schen Inter­na­tio­nale (KI) folgten, eine Defini­tion des Faschismus, die dem bulga­ri­schen Kommu­nisten und KI-Chef Georgi Dimitrov zugeschrieben wird: „Faschismus ist die offen terro­ris­ti­sche Diktatur der am meisten reaktio­nären, am meisten chauvi­nis­ti­schen, am meisten imperia­lis­ti­schen Teile des Finanz­ka­pi­tals.“ Später, vor allem nach 1990, galt diese Defini­tion oft als Muster­bei­spiel für eine grob-ideolo­gi­sche Verein­fa­chung und Verzer­rung der Realität.

Derweil lese ich einen Brief von Jürgen Resch, Geschäfts­führer der Deutschen Umwelt­hilfe.[1] Resch berichtet darin, dass sich im Facebook-Forum »Stoppt die Deutsche Umwelt­hilfe« seit 2019 rund 50.000 Personen regel­mäßig zur Hetzjagd auf Resch und auf die DUH verab­reden. Sie ermun­tern dort einander mit Sprüchen wie „Resch kann weg. Braucht kein Mensch“, „Jetzt ist das Volk dran, um diese Korrupten zur Strecke zu bringen“ oder „Wo ist ein Sniper, wenn man mal einen braucht“. Gegründet wurde die Platt­form nach Reschs Angaben von einem führenden Manager der deutschen Autoin­dus­trie, der sie weiterhin als Adminis­trator organi­siert.

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Wenn Antikapitalisten gegen Habeck und den Klimaschutz zu Felde ziehen

Der rötlich schil­lernde (und dem Autor persön­lich bekannte) Kölner Inves­ti­gativ-Journa­list Werner Rügemer hat im Online-Magazin Manova (früher Rubikon) eine große Abrech­nung mit dem „Klima­schutz­fanatiker“ Robert Habeck und anderen angeb­li­chen „Umwelt-Lügnern“ der Grünen veröf­fent­licht. Der Artikel strotzt vor irre­führenden Halb- und Viertel­wahr­heiten; die wenigen wirklich bedenkens­werten Kritik­punkte, etwa beim Thema Grund­wasser, decken Rügemers Stoß­richtung gegen Habeck und den Klima­schutz nicht. Das Ganze scheint von links zu kommen, reiht sich politisch aber ein in den konser­va­tiven Rollback, den die Energie­­wende-Expertin Claudia Kemfert schon 2017 so charak­te­ri­sierte: „Das fossile Imperium schlägt zurück.”

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Was Elon Musk gegen die Künstliche Intelligenz hat

Ende März 2023 veröf­fent­lichte das Future of Life Insti­tute in Narberth, Pennsyl­vania (USA), einen offenen Brief, der die KI-Labore wegen drohender Gefahren zu einem sechs­mo­na­tigen Entwicklungs­moratorium und die Gesetz­geber zu regulie­renden Gesetzen aufrief. Zu den Erstun­ter­zeich­nern gehörten Tesla- und Twitter-Chef Elon Musk, der Apple-Mitbe­gründer Steven Wozniak und der Skype-Gründer Jaan Tallinn. Der Aufruf brachte einmal mehr ohne Indizien oder Begrün­dung die KI in Zusam­men­hang mit Propa­ganda und Lügen („Should we let machines flood our infor­ma­tion channels with propa­ganda and untruth?“) und stellte weitere steile Thesen auf wie die, dass KI uns Menschen überall ersetzen und die Zivili­sa­tion wegen KI außer Kontrolle geraten könne. Alles rheto­risch so gesetzt, als seien die KI-Entwickler, also Leute von OpenAI, Micro­soft und Google, Menschen, die das alles wollen oder billi­gend oder fahrlässig in Kauf nehmen, und als seien die Unter­zeichner die Leute, die das nicht wollen.

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Deutscher Exportkult ohne Ende und ohne Grundlage

Der leitende Wirtschafts­re­dak­teur der Süddeut­schen Zeitung, Alexander Hagelüken (»Lasst uns länger arbeiten!«, 2019) nutzte Ostern 2021 die Corona­krise, um einmal mehr zu behaupten, dass »wir Deutschen» »unsere Wirtschaft» und »unseren Wohlstand« nur durch den Export von Autos, Maschinen, Chemi­ka­lien usw. erhalten könnten. Dabei übertrieb er die wirtschaft­liche Bedeu­tung der Exporte.

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Warum Rockefeller? Warum Gates? Hetzer und ihre Hexen

Im April und Mai 2020 eskalierten plötz­lich die Proteste gegen das Seuchen­re­gime der Bundes­re­gie­rung – seltsa­mer­weise genau in dem Moment, als es zu bröckeln begann und die ersten Locke­rungen wirksam wurden. Oder auch nicht seltsam: Schon so manche Revolte wurde nicht von der Tyrannei eines Regimes ausge­löst, sondern von seinem Wanken. Bürger­rechtler, Anarchisten, Impfgeg­ne­rinnen, Konser­va­tive und Sektie­re­rinnen gruppierten sich zur Phalanx gegen zwei gemein­same Erzfeinde: Chris­toph Drosten und Bill Gates. Die neue avirale Szene griff auf Helle­barden und Vorder­lader der alt-antise­mi­ti­schen Armee zurück.

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Weihnachtliches Lob der Warenwelt

Allge­gen­wärtig ist die Klage über die Kommer­zia­li­sie­rung der Weihnachts­zeit. »Schreck­lich, wie kommer­ziell es zu Weihnachten zugeht!«, rief am 19. Dezember 2019 ein Radio­mo­de­rator in WDR 3 aus. »Da genügt schon ein Blick auf die Wunsch­zettel der Kinder: Sie wollen ein Eifon 13 und Gutschi­lat­schen und ein Bättmänset von Kego.« Als Alter­na­tive propa­gierte er im nächsten Satz ein Weihnachts­ri­tual, bei dem die Kinder mit hölzernen Kegeln, Würfeln und Kreiseln beglückt werden.

Früher? War mehr Lametta

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Die Widersprüche der Digitalisierungskritiker

Walter van Rossum moderierte im Herbst 2019 eine Sendung der WDR-Reihe »Guten­bergs Welt« über »digitale Ideale«. Schon gleich am Anfang behaup­tete er, dass es „früher“ noch einen Glauben an den Fortschritt gegeben habe, „heute aber“, wenn es ums Digitale gehe, nur Leerfor­meln gedro­schen würden vom Anschluss, den wir nicht verlieren dürften usw. Offenbar konnte er sich keine utopi­schen Ziele vorstellen, die mit digitalen Techniken gelöst werden könnten. „Die Wonnen des sich selbst befül­lenden Kühlschranks oder die Verhei­ßungen des autonomen Fahrens reißen zwar niemanden vom Hocker, werden aber als Bedin­gungen unseres Überle­bens verkauft.“ Massive Probleme der Digita­li­sie­rung würden verschwiegen. Nämlich dass bis zu 50 % der Arbeits­plätze wegra­tio­na­li­siert werden könnten.

Hmm – haben „früher“ nicht Marxisten stets gejubelt, wenn uns der Fortschritt der Produk­tiv­kräfte von der Last sehr vieler Arbeit befreit hat? Bieten diese 50 % nicht die Chance, die Arbeits­zeit für alle zu halbieren?

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