Bei einer Anhörung im thüringischen Landtag zur Frage, ob der Landtag ein Verbot der Partei »AfD« beantragen soll, sprach der Komiker, Schauspieler und Schriftsteller Hape Kerkeling. Er begründete sein Eintreten für einen Verbotsantrag mit einem Hinweis auf seinen Großvater, der in der Nazizeit im KZ-Lager Buchenwald interniert war, und mit der Verharmlosung des Naziregimes durch Björn Höcke und andere Politikerinnen und ‑tiker der A‑Partei. Wer keine Verantwortung für die deutsche Geschichte übernehme, dürfe niemals politische Verantwortung für Deutschland übernehmen. Die Rede verbreitete sich in den sozialen Medien, zum Beispiel in Linkedin, und löste im grünen und linksliberalen Spektrum eine Spontankampagne dafür aus, Kerkeling als Bundespräsidenten zu nominieren. Mich erreichte die Rede über einen Beitrag einer Texterkollegin. Ich kommentierte sie skeptisch:
AfD-Verbot? Kerkeling hat mich nicht überzeugt weiterlesen