Der deutsche Autohandel im Niedergang?

Angeb­lich befand sich die deutsche Wirtschaft Ende 2025 im Nieder­gang. Woran lag‘s?

Eine Antwort finde ich in einem Bericht in der »Neuen Westfä­li­schen« über die Krise des Autohan­dels in Ostwest­falen.[1] Drama­tisch ist sie nicht, aber peu à peu machen kleinere Autohändler dicht. Die Autohänd­lerin Birgit Schnieder aus Herford nannte u. a. zwei Gründe:

  1. Kleine Fahrzeuge fehlen im Angebot. (D. h. die Händler bemerken Kunden­nach­frage nach Klein­wagen, aber ihre deutschen Marken bieten keine Klein­wagen an.)
  2. Marken­ge­bun­dene Betriebe werden vom Autokon­zern verpflichtet, ihre Verkaufs­räume stets im aktuellen Stil der Werbe­kam­pa­gnen zu gestalten. Das erfor­dert hohe Inves­ti­tionen.

Also offenbar selbst­ge­machte Probleme aus der Borniert­heit, dem Dogma­tismus deutscher Autokon­zerne heraus. Keiner der Gründe, die Schnieder nannte, hatte irgend­etwas mit Robert Habeck zu tun. Vermut­lich deshalb, weil sich Habecks Einfluss auf die Verkehrs­po­litik der Bundes­re­gie­rung auf die Einfüh­rung des Deutsch­land­ti­ckets beschränkte.


[1]     Jemima Wittig: Autohäuser in OWL kämpfen um Existenz. NW 12.11.2025 (OWL und NRW)

Veröffentlicht von

Jens J. Korff

Historiker, Politologe, Texter, Rheinländer in Westfalen, Sänger, Radfahrer, Wanderer, Naturbursche, Baumfreund, Pazifist

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