Das Über-Böse ist immer und überall? Einspruch, hohes Gericht!

Rebekka Reinhard näherte sich im Herbst 2017 in der »Hohen Luft« philo­so­phisch dem Holly­wood­thema Nr. 1, der Grausam­keit. Eine Mordszene aus Martin Scorseses Spiel­film „Casino“ steht als Prolog Pate. Dabei stellt sie einige Thesen über Gewalt und Grausam­keit auf, deren Dogmen­cha­rakter ich kriti­sieren will. Vor allem diese These: „Grausam­keit von Mensch zu Mensch geschieht ständig und überall, im Krieg, im Alltag, im Privaten wie im Politi­schen.“ Das Über-Böse ist immer und überall? Einspruch, hohes Gericht! weiter­lesen

Randalierer sind Kämpfer? Randalierer sind eine Plage der Menschheit.

Was sind das für Leute, die sich “Autonome” oder “Anarchisten” oder “Antika­pi­ta­listen” nennen und Bahnstre­cken zerstören, Super­märkte, Friseur­läden und belie­bige Autos in einem Hamburger Kiez zerstören? Der Kommen­tator “Lou” im links­ra­di­kalen Magazin Indymedia findet erstaun­lich diffe­ren­zierte Worte darüber. Mir selber fällt da eher Polemi­sches ein.  Randa­lierer sind Kämpfer? Randa­lierer sind eine Plage der Mensch­heit. weiter­lesen

Warum Conchita Wurst die Geschlechterrollen stabilisiert

Nach einer groß angelegten Umfrage der »Zeit«, der sog. ZEIT-Vermächtnis-Studie von 2016, wollen sich 3,3 % der Deutschen, also rund 2,5 Millionen Menschen, nicht als Mann oder als Frau definieren lassen. Julia Fried­richs behaup­tete in der Titel­ge­schichte des Zeit-Magazins vom 14.6.2017, diese Menschen wandelten „im Niemands­land zwischen den Geschlech­tern“ (was ich weiter unten bestreite). Kann man aus dem Treiben dieser beacht­li­chen Minder­heit schließen, dass die Eintei­lung der Menschen in zwei Geschlechter künst­lich sei und sich auflösen lasse? Warum Conchita Wurst die Geschlech­ter­rollen stabi­li­siert weiter­lesen

Geht es auch ohne Kapitalismus?

Der Journa­list Markus Reiter hat in einem inter­es­santen Essay im “Publik-Forum” vom 24.2.2017 argumen­tiert, dass die Mensch­heit ohne Kapita­lismus nicht leben könne: Nur der Kapita­lismus könne die den Menschen angebo­rene Gier in produk­tive Bahnen lenken. Ich wider­spreche: Der Kapita­lismus war nicht immer schon da. Er ist eine Phase, in der der Mensch weit unter seinen Möglich­keiten bleibt. Geht es auch ohne Kapita­lismus? weiter­lesen

“Er sagt, was er denkt. Er ist authentisch.” Er heißt Trump.

Es soll ja ein Wert für sich sein, wenn jemand sagt, was er denkt. Oder wenn jemand authen­tisch ist. Das sagt auch die gut organi­sierte Propa­gan­da­truppe “Women vote Trump”. Ich zitiere von ihrer Start­seite: “Er sagt, was er denkt. Er ist authen­tisch.” Er heißt Trump. weiter­lesen

“Sommerzeit ist unsinnig und alle sind dagegen.”

Das Dogma, das fast alle Medien (einschließ­lich der taz) anläss­lich der Zeitum­stel­lung Ende März 2016 wieder­holten, beruht zum Teil auf der fragwür­digen Darstel­lung von Umfra­ge­zahlen. Vor allem aber wird der entschei­dende Nutzen der Sommer­zeit konse­quent verschwiegen.

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Irgendwie stimmt’s doch: Der Mensch ist des Menschen Wolf

In meinem dogmen­kri­ti­schen Buch habe ich das alte Dogma »Homo homini lupus« des briti­schen Philo­so­phen Thomas Hobbes kriti­siert: Denn Hobbes hat offen­sicht­lich inner­art­liche Aggres­sion (Mensch tötet Mensch) mit zwischen­art­li­chem Jagdver­halten (Wolf tötet Mensch, Mensch tötet Hasen) verwech­selt.1 Der usami­sche Karika­tu­rist Chris Browne hat Hobbes nun jedoch bestä­tigt – wenn auch ganz anders als Hobbes und seine Nachfolger es verstanden wissen wollten.

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Maria Ast und die Heulsuse im Ostwind

Eine ungewohnt persön­liche Rezen­sion veröf­fent­lichte gestern die Biele­felder Persön­lich­keits­trai­nerin Maria Ast in ihrem Lebens­kunst-Blog. Maria hat als Lektorin am Buch mitge­ar­beitet und ist mit einem Gastbei­trag über Heulsusen” darin vertreten. Ich darf eine Passage über den Autor zitieren: Maria Ast und die Heulsuse im Ostwind weiter­lesen

Die zwölf strittigsten Dogmen und Antidogmen

In der Einlei­tung meines Buches habe ich Ihnen als Leserin oder Leser die Frage gestellt, ob Sie Dogmen kennen, die sich gegen Konser­va­tive, Offiziere oder Adlige richten.
Im Zusam­men­hang mit dem Dogma „Linke glauben, dass sie immer Recht haben…“ habe ich Sie gefragt, ob Sie außer Frank Schirr­ma­cher weitere ehema­lige Konser­va­tive kennen, die sich öffent­lich von ihrem konser­va­tiven Weltbild abgewandt haben.
Aus den Kommen­taren meiner Mitleser kenne ich bereits einige Dogmen und Antidogmen, die beson­ders kontro­vers sind. Hier die zwölf mutmaß­lich strit­tigsten: Die zwölf strit­tigsten Dogmen und Antidogmen weiter­lesen